Gemeinde Schwaikheim

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Alfred Schefenacker (1912-1995)

Alfred Schefenacker wurde am 3. Juni 1912 in Esslingen am Neckar geboren. Gerade mal 20-jährig trat er 1932 in die Firma Reitter & Schefenacker in Esslingen ein, die Innenleuchten für Kraftfahrzeuge produzierte. Nach dem Tod von Eugen Reitter im Jahr 1935 wurde Schefenacker Alleininhaber der Firma. 1940 wurde die Produktion auf technische Präzisionsgeräte für die Luftfahrtindustrie umgestellt und ein Teil der Firma aus Sicherheitsgründen aufs Land, nach Neustadt, ausquartiert. Da die dortigen Räumlichkeiten bald zu klein wurden, baute die Firma 1944 eine Fabrikhalle in Schwaikheim.

Neubeginn nach Kriegsende

Alfred Schefenacker

Nach dem Kriegsende stand die Produktion der deutschen Automobil- und Luftfahrtindustrie still. Um die über 100 Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können, fertigte das Unternehmen Innen- und Schlussleuchten für Daimler-Benz in geringen Stückzahlen. Alfred Schefenacker investierte einen Großteil des erwirtschafteten Kapitals wieder in die Firma. Der unternehmerische Erfolg ließ nicht lang auf sich warten: Bald ging es der Firma finanziell wieder gut und sie begann zu expandieren. Das Stammwerk in Esslingen blieb erhalten. Dazu wurde ein Verwaltungs- und Konstruktionskomplex gebaut. Nach Schwaikheim, wo Alfred Schefenacker seit 1949 mit seiner Familie wohnte, kam der größte Teil der Produktion. 1960 entstand ein weiteres Werk in Oberrot, in dem teils Autozubehör, vorwiegend aber Spezialrasenmäher hergestellt wurden. 

Durch das persönliche Engagement, den Mut und den unternehmerischen Weitblick von Alfred Schefenacker und begünstigt durch das Wirtschaftswachstum in den Nachkriegszeiten wuchs die Zahl der beschäftigten bis 1985 auf 1.550 an. Davon waren rund 1.000 Menschen in Schwaikheim beschäftigt. Viele Schwaikheimerinnen und Schwaikheimer hatten im Unternehmen über Jahrzehnte hinweg einen sicheren Arbeitsplatz und ein verlässliches Einkommen. Viele junge Leute bekamen hier eine solide Ausbildung. Man war gern bei der Firma Schefenacker. Gab es doch schon ab 1953 eine betriebliche Altersvorsorge und seit 1961 eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter. 1983 übergab der Firmengründer seinem Sohn Dr. Alfred R. Schefenacker die Geschäftsleitung. 

Die Gemeinde Schwaikheim verlieh Alfred Schefenacker am 2. Juni 1977 in dankbarer Würdigung seiner Verdienste um das Wohl und die Entwicklung der Gemeinde das Ehrenbürgerrecht. Das Land Baden-Württemberg würdigte seine Verdienste durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Alfred Schefenacker starb am 21. Oktober 1995 in Stuttgart. Nach ihm ist eine Straße im Schwaikheimer Industriegebiet benannt. 

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Kontakt

Gemeinde Schwaikheim
Marktplatz 2 - 4
71409 Schwaikheim

Tel.: 07195 582-0
Fax: 07195 582-49

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