Gemeinde Schwaikheim

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Fritz Ulrich (1888-1969)

Fritz Ulrich wurde am 12. Februar 1888 in Schwaikheim als neuntes von zehn Kindern einer Arbeiterfamilie geboren. Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf und erlernte nach 7-jähriger Schulzeit den Beruf des Schriftsetzers und Druckers. Nach der Lehrzeit zog er nach Reutlingen und wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Auf seine Initiative hin entstand 1907 der Ortsverband SPD in Schwaikheim. Sein Interesse für die Politik brachte ihn nach Heilbronn, wo er seit 1912 Redakteur des sozialdemokratischen „Neckar Echos“ war. Während des Ersten Weltkriegs war Fritz Ulrich Soldat.

Nach dem Krieg erhielt Fritz Ulrich erstmals ein Landtagsmandat für den württembergischen Landtag. In der Folge wurde er bei allen Landtagswahlen vor 1933 und nach 1945 für den Landkreis Heilbronn in den Landtag gewählt. Von 1930 bis 1933 war er auch Abgeordneter im Deutschen Reichstag. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er öfter verhaftet und musste zweimal ins Konzentrationslager. Ab 1933 war er dann in Heilbronn Wengerter und Besenwirt.

Innenminister nach dem Krieg

Fritz Ulrich

1945 wurde Fritz Ulrich Innenminister für das damalige Württemberg-Baden, ein Amt, das er auch im vereinigten Land Baden-Württemberg bis 1956 innehatte. In dieser Zeit erfolgten zahlreiche Weichenstellungen, die unser Land bis heute prägen, z.B. die Gemeinde- und die Landkreisordnung, das kommunale Wahlrecht, der Aufbau einer demokratischen Polizei und auch die Bodenseewasserversorgung. Bis zu seinem 80. Lebensjahr blieb er noch abgeordneter und galt im Landtag als begnadeter und wirksamer, von Humor geprägter, Redner, was er auch bei zahlreichen offiziellen Anlässen in seiner Heimatgemeinde Schwaikheim unter Beweis stellte. Er war sich seiner Wurzeln immer bewusst und ließ den Kontakt zu den einfachen Menschen auch hier in Schwaikheim, wo er viele Verwandte und Freunde hatte, nie abreißen.

Seit 1953 ist Fritz Ulrich Ehrenbürger der Stadt Heilbronn und der Gemeinde Schwaikheim. Am 7. Oktober 1969 verstarb er in Stuttgart-Sillenbuch. Sein Grab befindet sich auf dem Schwaikheimer Friedhof. In Heilbronn ist eine Schule, in Schwaikheim sind die Fritz-Ulrich Halle, das Naturfreunde-Haus und eine Straße im Wohngebiet „Bühl“ nach ihm benannt. 

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Kontakt

Gemeinde Schwaikheim
Marktplatz 2 - 4
71409 Schwaikheim

Tel.: 07195 582-0
Fax: 07195 582-49

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