Gemeinde Schwaikheim

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Umweltschutz

Messungen haben ergeben, dass die Belastung durch Funkwellen-Immissionen in Schwaikheim unter den Vorsorgewerten liegt. Der TÜV Süd hat an verschiedenen Punkten im Gemeindegebiet die durch Mobilfunkanlagen erzeugte elektromagnetische Feldstärke gemessen und mit den Grenzwerten nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz abgeglichen. Dadurch sollte geklärt werden, wie es um die Belastung der Schwaikheimer Bevölkerung steht und was bei einem möglichen Ausbau des Mobilfunknetzes in der Zukunft zu beachten ist. 

Keine Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte

Die Ergebnisse zeigen, dass Schwaikheim alles andere als ein Brennpunktgebiet ist. So werden zum Beispiel bei der Gärtnerei Dürr 3,52 Prozent des Grenzwertes ausgeschöpft, im Kindergarten Panoramastraße nur 0,13 Prozent. Ausreißer nach oben ist die Ecke Benzstraße/Max-Eyth-Straße, wo ein Wert von 8,46 Prozent erreicht wurde. Der zweithöchste Wert wurde an der Ecke Bahnhofstraße/Lerchenstraße gemessen mit 5,27 Prozent. Von beiden Punkten aus kann man direkt zum Sendemast schauen. Laut den Experten des TÜV Süd ist die Belastung dann niedrig, wenn kein Sichtkontakt besteht. Im Durchschnitt werden in Schwaikheim 2,24 Prozent des Grenzwerts erreicht, das ist unterdurchschnittlich, zu diesem Schluss kommt das Gutachten. Zum Vergleich: Alle für Bayern vorliegenden Werte erreichen im Mittel 2,85 Prozent. 

Breite Untersuchung

Die TÜV-Experten haben beim Messen spontan noch weitere Punkte mit überprüft. So stellte sich heraus, dass Lampen im Innenbereich des Kindergartens Lessingstraße ausstrahlen und deren Werte mehr zu Buche schlagen als die Mobilfunkbelastung. Die Lampen werden ausgetauscht. Künftig will die Gemeinde beim Einbau neuer Beleuchtungskörper stärker auf die Abstrahlwerte achten und alle öffentlichen Gebäude überprüfen.

 Ausführlicher gemessen hat der TÜV ebenfalls bei einem Landwirt, der dicht bei einem Sendemast lebt und Früh- und Totgeburten von Kälbern registriert hat. Dort haben die Messungen an Stall und Scheune einen Wert von 1,11 Prozent ergeben und am Futtertisch außen einen etwas höheren Wert. Im Stall gibt es eine Tiererkennungsanlage mit einem Futterautomat. Die Tiere haben ein Halsband mit einer Art Chip. Eine Antenne im Automat liest eine Tierkennung per Funk aus. Entsprechend der Milchleistung teilt der Automat der Kuh ihr Futter zu. Die Rinder haben dadurch kurzzeitig eine relativ hohe Belastung. Die Mobilfunkstrahlung ist deutlich niedriger, wirkt aber ständig. Verrechnet man Intensität und Zeit, zeigt sich, dass der Mobilfunk die Tiere stärker belastet, die Erkennungsanlage aber kurzzeitig deutlich höhere Werte erzeugt, vergleichbar mit „einem täglichen Handytelefonat der Rinder über zehn Minuten“, so das Gutachten. Ob die beobachteten Früh- und Totgeburten daher rühren, vermag das Gutachten nicht zu klären, auch, weil unklar ist, ob es zeitgleich andere Ursachen wie zum Beispiel Infektionen oder schadstoffbelastetes Wasser oder Futter gegeben haben könnte. Da die Referenzwerte der EU-Empfehlung deutlich unterschritten werden, ist ein Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern eher unwahrscheinlich.

Die ausführlichen Messergebnisse des TÜV Süd können Sie als PDF-Datei herunterladen.

Mobilfunkmessungen in Schwaikheim
 Stellungnahme der TÜV zu den Leuchten im Kindergarten Lessingstraße
Stellungnahme des TÜV zur Tiererkennungsanlage

Weitere Informationen

Kontakt

Gemeinde Schwaikheim
Marktplatz 2 - 4
71409 Schwaikheim

Tel.: 07195 582-0
Fax: 07195 582-49

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Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW)

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Die LUBW ist das Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg in Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, des technischen Arbeitsschutzes, des Strahlenschutzes und der Produktsicherheit. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema elektromagnetische Felder.
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