Gemeinde Schwaikheim

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Die Baufreigabe ist erteilt

Markus Schlecht (von links) von der Winnender Baurechtsbehörde hat den Baufreigabeschein an Dirk Braune von der Kreisbaugruppe als Vertreter der Bauherrengemeinschaft übergeben. Auch Bürgermeister Gerhard Häuser freut sich darauf, dass in der Ortsmitte "der Stein ins Rollen kommt".
Markus Schlecht (von links) von der Winnender Baurechtsbehörde hat den Baufreigabeschein an Dirk Braune von der Kreisbaugruppe als Vertreter der Bauherrengemeinschaft übergeben. Auch Bürgermeister Gerhard Häuser freut sich darauf, dass in der Ortsmitte "der Stein ins Rollen kommt".

Dirk Braune, der Geschäftsführer der Kreisbaugruppe, hat allen Grund sich zu freuen. "Den gebe ich nicht mehr her", antwortet er mit einem Augenzwinkern auf die Frage des Fotografen, ob er denn den Baufreigabeschein für die Neue Mitte Schwaikheim nochmals kurz haben dürfe. Am Dienstag, 28. August 2018, ist der "rote Punkt" überreicht worden. Um bei dem Farbspiel zu bleiben: Damit hat die Baustelle im Zentrum ganz offiziell grünes Licht bekommen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Gemeindeverwaltungsverband bezeichnete Braune dabei als "vorbildlich". Es sei normal, dass man für Projekte, die einer Verbesserung der Infrastruktur dienten, manchmal einen langen Atem brauche. In diesem Fall hätten aber alle Beteiligten im gegenseitigen Dialog das Vorhaben mit Augenmaß zur Genehmigungsreife gebracht.
Keinen Zweifel lässt Braune, der als Vertreter für die gesamte Bauherrengemeinschaft sprach, bestehend aus Geiger-Bau, Sonthofen, der BauGeno Backnang und der Kreisbaugruppe Waiblingen, daran, dass Schwaikheim auf Jahrzehnte von der Neuen Mitte profitieren werde. Denn dass das attraktive Zentrum weitere Gewerbetreibende und Einzelhändler anzieht, da ist er sich sicher. "Auch die bestehenden Geschäfte im Ort werden positiv zu spüren bekommen, dass die Kunden gerne in die Ortsmitte kommen und die Kaufkraft nicht auf die grüne Wiese abgezogen wird", so Braune.   
Mit dem roten Punkt in der Tasche gelte es jetzt aber erst einmal loszulegen. "Wir haben ein Stück Arbeit vor uns", sagt Braune und blickt auf das 5000 Quadratmeter große Areal. "Bis Dezember wollen wir schließlich einen halben Hektar Boden ausheben." Bis Ende September werde man wohl brauchen, um die benachbarten Grundstücke abzusichern, dann wird der Baugrubenaushub folgen. Die Rohbauarbeiten sollen im Dezember oder Januar beginnen und im November 2019 abgeschlossen sein. Der Ausbau soll bis November 2020 folgen.
"Der Stein kommt jetzt ins Rollen", freut sich auch Bürgermeister Gerhard Häuser darauf, dass es los geht. Er erinnerte an die Voraussetzungen, die erfüllt sein mussten, damit Schwaikheim überhaupt eine Neue Mitte bekommen kann. So sind beispielsweise nicht weniger als Verhandlungen mit 23 Eigentümern über 34 Grundstücke zu führen gewesen. Mit Blick auf den notwendigen Vorlauf erkennt der Rathauschef lobend an, "dass der Baufreigabebescheid jetzt nur innerhalb eines halben Jahres vorliegt". Dem größten Bauprojekt in der Geschichte des Ortes steht damit nichts mehr im Weg. Der Bauherrengemeinschaft wünscht Häuser einen unfallfreien Verlauf.
Für etwa 24 Millionen Euro entstehen auf dem Areal 46 Wohneinheiten sowie Räume zur gewerblichen Nutzung inklusive Tiefgaragen, einem Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von rund 1300 Quadratmetern und einer Bäckerei samt Café. Damit ist die Neue Mitte Schwaikheim derzeit auch das größte Bauprojekt im Portfolio der Kreisbaugruppe. 20 Stellplätze hat sich übrigens die Gemeinde Schwaikheim gesichert, die künftig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. "Auch das ist eine Stärkung des bestehenden Einzelhandels im Zentrum", so Häuser. Während der Bauphase finden Besucher des Zentrums auf einem provisorischen Parkplatz in der Bahnhofstraße 29 Stellplätze vor und damit drei mehr als auf dem bisherigen Platz, der inzwischen der Baustelle gewichen ist.
Der Leiter des Winnender Stadtentwicklungsamtes, Markus Schlecht, lobt das Projekt und die Pläne für die Schwaikheimer Ortsentwicklung. Das an dieser zentralen Stelle in Angriff zu nehmen sei "die komplett richtige Entscheidung gewesen", sagt er. Wenngleich er zugeben muss, "solche Großprojekte bekommen auch wir nicht täglich auf den Schreibtisch".
Hoffnungen schürt bei dem Gespräch Dirk Braune, der bezüglich des Vollsortimenters vorsichtig ankündigt, dass sie in Kürze eine erfreuliche Nachricht vermelden werden können. Die Verhandlungen mit Edeka seien auf der Zielgeraden. Es sei jedoch der übliche Weg, dass vor Vertragsunterzeichnungen erst die Baugenehmigungen vorliegen müssten.
Die Bauherrengemeinschaft sei bemüht, die Baustelle so störungsfrei wie möglich abzuwickeln. Für Anwohner werde darum auch ein Ansprechpartner seitens der Firma Geiger benannt. Dort können Bedenken, Sorgen und Nöte aber auch Vorschläge direkt bei den Verantwortlichen eingereicht werden.
Sowohl die Bauherrengemeinschaft als auch der örtliche Bund der Selbstständigen werden die zweijährige Bauphase zudem mit einem Programm begleiten, stets sowohl den reibungslosen Ablauf, als auch das Wohl der Bürger im Sinn.

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