Gemeinde Schwaikheim

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Umfrage zu Hallen-zeiten ausgewertet

Gemeinderat und Verwaltung erhalten Feedback von den örtlichen Vereinen, Institutionen und Organisationen 

Die örtlichen Vereine, Institutionen und Organisationen, darunter auch die Schule und die Kirchen, sind vergangenen Juni dazu eingeladen gewesen, ihren Bedarf an Hallenzeiten, aber auch ihren Wunsch nach einem Haus der Vereine oder einem Bürgersaal der Gemeindeverwaltung mitzuteilen. Ziel der Umfrage ist es gewesen, ein möglichst realistisches Bild über den tatsächlichen Bedarf im Ort einzuholen. Dieses sollte als Arbeitsgrundlage für Verwaltung und Gemeinderat dienen. Geendet ist die Umfrage jedoch eindeutig zweideutig. Während nämlich viele der nicht sporttreibenden Vereine auf eine weitere Halle verzichten könnten, ist diese für die zwei größten Sportvereine in Schwaikheim, den TSV und die Sportfreunde, nahezu unerlässlich. Im Gegenzug sehen sporttreibende Vereine den Bedarf an einem Haus der Vereine oder einem Bürgersaal eher als zweitrangig an. "Es ist also wie eigentlich bei jeder Statistik: Letztlich hängt alles von der Interpretation des Ergebnisses ab", so Bürgermeister Gerhard Häuser augenzwinkernd.

Insgesamt 82 Fragebögen sind im Juni vergangenen Jahres verschickt worden. Während drei der angeschriebenen Vereine begründet haben, keine Hallen zu nutzen und sich darum auch nicht an der Umfrage zu beteiligen, haben 20 Vereine, Institutionen und Organisationen den mit 17 Fragen recht umfangreichen Bogen bis zum Abgabetermin Ende Juli zurückgeschickt. Dabei hatten sie auch die Möglichkeit, in einem freien Feld explizit Wünsche zu formulieren, die nicht ohnehin schon durch die vorgegebenen Fragen abgedeckt waren. Nicht jeder Teilnehmer hat zu allen Fragen Stellung bezogen, sodass in der Regel bei der Auswertung eine Differenz zwischen der gesamten Anzahl der Rückläufer und der tatsächlich gegebenen Antworten besteht.  So haben beispielsweise acht Vereine angegeben, regelmäßig die Hallen im Ort zu nutzen, für drei Vereine ist aktuell der Hallenbedarf im Ort gedeckt, neun Vereine nutzen derzeit keine örtlichen Hallen und fünf möchten künftig welche nutzen. Daraus könnte man ablesen, dass drei der Vereine, die bereits Hallen im Ort nutzen, dies künftig nicht mehr vorhaben. "Eine solche Interpretation ist aber eher schwierig", sagt Häuser. Es könne ja auch so sein, dass die fünf Vereine, die künftig Hallen im Ort nutzen wollen, zusätzlich zu den acht Vereinen aus Frage eins hinzuzuzählen seien. In diesem Fall würden in Zukunft 13 statt acht Vereine Anspruch auf Hallenzeiten erheben. Und somit wäre der Bedarf für eine neue Halle noch größer als ohnehin schon. 

Zufrieden zeigte sich die überwiegende Mehrheit der Antwortenden mit den Hallengrößen im Ort. 12 Teilnehmer gaben an, diese seien ausreichend, zwei wünschten sich eine größere Halle. Eine Begründung erfolgte jedoch nicht. Ausgewogen sind die Antworten ausgefallen auf die Frage, ob Vereine ihr Angebot bei mehr Hallenzeiten erweitern würden. Sieben gaben an, dann mehr machen zu wollen, während genauso viele sagten, sie würden nichts ändern. Erstaunlicherweise kann sich die Mehrzahl der örtlichen Vereine eine Hallennutzung vor 17 Uhr vorstellen. Dem Trend, so früh keine Übungsleiter zu finden, widersetzen sich in Schwaikheim sieben Vereine, fünf lehnen ab, vor 17 Uhr in eine Halle zu wollen.

Eindeutig fallen die Antworten zu einem Haus der Vereine aus, das auch von örtlichen Institutionen und Organisationen benutzt werden könnte. Sieben Antwortende halten dieses für sehr wichtig, weitere sieben für wichtig. Sechs Teilnehmer der Umfrage sehen es eher als unwichtig an. Ebenso wird der Bedarf für einen Bürgersaal eingeschätzt, den ebenfalls 14 Teilnehmer für sehr wichtig oder wichtig halten, fünf sagen hier, sie kämen ohne einen solchen aus. Ein Haus der Vereine sollte nach Ansicht der Befragten für Mitgliederversammlungen, Vorträge, Kurse oder kulturelle Angebote zur Verfügung stehen, ein Bürgersaal sollte ihrer Ansicht nach die Palette und Konferenzen, Podiumsdiskussionen oder Weihnachtsfeiern erweitern. Auch könnten Basare, Ehrungen oder ein Tag der Vereine dort stattfinden, so die häufigsten Antworten. Je nach Größe und Lage eines Bürgersaals sollte geprüft werden, ob die Ortsbücherei dort untergebracht werden kann, wünscht sich ein Teilnehmer an der Umfrage. 

Sollte sich das Angebot an Räumlichkeiten im Ort verbessern, wären acht Teilnehmer bereit, dafür höhere Nutzungsbeiträge zu entrichten, sechs Befragte wollen nicht tiefer in die Tasche greifen müssen. Das gilt nicht für Sonderveranstaltungen, wo lediglich fünf eine Extragebühr ablehnen. Neun Befragte halten diese für angebracht. Ein Verein gibt an, als kleiner Verein schmälerten Raum- und Hallenmieten den Erlös im Verhältnis mehr, als das bei einem großen Verein der Fall ist. Das sei nicht als Ablehnung von Gebühren allgemein zu verstehen, diese sollten aber eben auch für kleinere Vereine tragbar sein.

Eine Bestätigung seiner inzwischen gefassten Prioritätenliste, auf der ein neuer Baubetriebshof und eine weitere Halle ganz oben stehen, erhält der Gemeinderat jedenfalls aus der Umfrage. Schließlich sagen vier Vereine, sie brauchen sofort eine neue Halle, vier weitere melden den Bedarf für eine weitere Halle in den kommenden zwei bis drei Jahren an. Berücksichtigt man, dass auch die beiden größten Schwaikheimer Vereine darunter sind, kommt das finanzintensive Vorhaben einem großen Teil der Einwohnerinnen und Einwohner zugute.

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