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Gemeinde Schwaikheim (Druckversion)

Nachrichtenarchiv

Erweiterung der L-U-Schule

So könnte der Erweiterungsbau der Ludwig-Uhland-Schule nach den Plänen des Architekturbüros Bär, Stadelmann, Stöcker aussehen
So könnte der Erweiterungsbau der Ludwig-Uhland-Schule nach den Plänen des Architekturbüros Bär, Stadelmann, Stöcker aussehen

Erweiterung der Ludwig-Uhland-Schule: Gemeinderat stimmt der Vorplanung zu 

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für das Projekt Erweiterung der Ludwig-Uhland-Schule gestellt. Dem Vorentwurf und der Kostenschätzung des Nürnberger Architekturbüros Bär, Stadelmann, Stöcker wurde zugestimmt sowie die weitere Planung beauftragt. Die Erweiterung der Gemeinschaftsschule wird die Gemeinde in den nächsten Jahren rund 6,2 Millionen Euro kosten.
Entgegen den bisherigen Planungen hat man sich dafür entschieden, den alten Spezialklassenbau mit dem Musiksaal der Schule doch abzureißen. An dessen Stelle soll ein moderner zweigeschossiger Neubau errichtet werden. Dort werden im Erdgeschoss ein neuer Musiksaal mit Nebenräumen sowie der Hauswirtschaftsbereich entstehen. Der Musiksaal lässt sich dabei bei Bedarf über eine mobile Trennwand in das Foyer erweitern. Zudem ist geplant, im Erdgeschoss eine lichtdurchflutete Mensa unterzubringen. 
Im Obergeschoss, das über Treppenhäuser und einen Aufzug erschlossen werden soll, wird ein Zeichenraum mit Nebenraum und Terrasse Platz finden. Außerdem ist dort das Rektorat mit Besprechungsräumen vorgesehen. Der Neubau soll zudem einen kleinen begehbaren Innenhof besitzen.  
Der zweigeschossige Erweiterungsbau wird durch eine Treppenanlage über die Uhlandstraße erschlossen. Denkbar ist, dass die Anbindung zum bestehenden Schulgebäude im Norden mittels Verbindungsgang im Obergeschoss erfolgt. Im Westen schließt der Baukörper ebenerdig an den Pausenhof an. Der Schulhof wird erhalten und durch den Anbau deutlicher gegliedert.
Das Raumprogramm für die Erweiterung der Ludwig-Uhland-Schule ist mit dem Regierungspräsidium abgesprochen. Auch die Schulleitung wurde rechtzeitig in die Planungen mit eingebunden.
Die Erweiterung der Gemeinschaftsschule wird die Gemeinde in den nächsten Jahren insgesamt rund 6,2 Millionen Euro kosten. Für die weitere Planung dieses Bauvorhabens sind im nächsten Jahr rund 370.000 Euro vorgesehen. „Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige Projekt im Gemeinderat auf den Weg gebracht haben. Die Schule bleibt in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit“, sagt Bürgermeister Gerhard Häuser.  

Geplante Eingliederung der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule in die Ludwig-Uhland-Schule
Für den Betrieb einer dreizügigen Grundschule sowie einer zweizügigen Gemeinschaftsschule ist die Erweiterung der Ludwig-Uhland-Schule notwendig. Auch vor dem Hintergrund der jüngsten Überlegungen bezüglich der Eingliederung der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule ist ein Ausbau der Schwaikheimer Schule erforderlich. Nachdem bekannt wurde, dass die Stadt Winnenden sich gegen den Bau der neuen Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule entschieden hat, wurde ein neues Konzept für die weiterführenden Schulen in der Raumschaft Winnenden entwickelt.
In den vergangenen Wochen fanden mehrere Treffen und Gesprächsrunden mit Vertretern der Stadt Winnenden, den Nachbargemeinden Leutenbach und Berglen sowie Vertretern des staatlichen Schulamtes Backnang und den Leitungen der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule und der Ludwig-Uhland-Schule statt. Ausführlich hat sich auch der Gemeinderat mit der Thematik befasst.
Dabei wurde ein Eckpunktepapier zur Überarbeitung des Gesamtkonzepts  für die weiterführenden Schulen in der Raumschaft Winnenden erarbeitet, dem der Schwaikheimer Gemeinderat jüngst zugestimmt hat. Das Papier sieht vor, Winnenden als zentralen Realschul- und Gymnasialstandort sowie Leutenbach und Schwaikheim als die beiden zentralen Gemeinschaftsschulstandorte für die gesamte Raumschaft zu entwickeln. Durch die Konzentration der Gemeinschaftsschulen auf zwei Standorte soll langfristig sichergestellt werden, dass in allen drei Kommunen ein hochwertiges weiterführendes Schulangebot besteht.
Zentraler Aspekt des Eckpunktepapiers ist die geplante Eingliederung der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule in die Ludwig-Uhland-Schule. Die beiden Schulen sollen zum Schuljahr 2017/2108 zu einer Gemeinschaftsschule mit vorerst zwei Standorten in Schwaikheim und Winnenden werden. Die Schulträgerschaft für diese neue Schule mit gemeinsamem pädagogischem Konzept und neuem Schulleitungsteam wird die Gemeinde Schwaikheim übernehmen. Die Stadt Winnenden wird sich dabei an den Kosten für den Schulbetrieb beteiligen.
Langfristiges Ziel ist es aber, die beiden Schulgemeinden am Standort Schwaikheim zusammenführen. Das kann geschehen, sobald die Erweiterung der Ludwig-Uhland-Schule abgeschlossen ist. Geplant ist, dass ab dem Schuljahr 2018/2019 die neuen Fünftklässler bereits am Standort in Schwaikheim aufgenommen werden.
„Diese Schulzusammenlegung ist für unsere Schule und unsere Gemeinde eine sehr große Chance. Wir haben die Möglichkeit, die Ludwig-Uhland-Schule langfristig als attraktive Gemeinschaftsschule zu etablieren. Diese Chance sollten wir unbedingt wahrnehmen“, sagt Bürgermeister Gerhard Häuser. 
Bei den Planungen für die Schulzusammenlegung soll die Elternschaft in Schwaikheim, Winnenden und den Nachbargemeinden natürlich von Anfang an mit einbezogen werden. Hier sind gemeinsame Elternabende und Informationsveranstaltungen geplant. „Uns allen ist klar, dass die Akzeptanz und somit der Erfolg der neuen Schule nur durch einen breiten Konsens aller Beteiligten erreicht werden können“, sagt Häuser.
Die Kollegien und Leitungen der beiden Schulen wurden über die Pläne ebenfalls bereits informiert. Zurzeit wird unter Federführung des Staatlichen Schulamtes Backnang an der Entwicklung eines gemeinsamen pädagogischen Konzeptes für die neue Gemeinschaftsschule gearbeitet.

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