Gemeinde Schwaikheim

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Feuerwehrhaus wurde feierlich eingeweiht

Dafür hat Wilfried Klenk, Staatssekretär aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg, so manchen mitleidsvollen Lacher geernet: Er habe schon Wachen eingeweiht, die heute, ein Jahr später, noch immer nicht in Betrieb seien, sagte er am Sonntag anlässlich der Feierstunde im neuen Feuerwehrhaus mit Räumlichkeiten für das Deutsche Rote Kreuz. Das freilich kann in Schwaikheim nicht passieren. Denn eine Woche bevor das 6,7 Millionen Euro teure Gebäude nun auch offiziell seinen künftigen Nutzern übergeben wurde, ist die Wehr bereits öffentlichkeitswirksam aus ihrem ehemaligen Domizil in der Bismarckstraße wortwörtlich umgezogen in das neue Haus in der Dammstraße - mit einer Straßenparade nämlich. Noch vor der Einweihung ist von dort aus sogar ein erster Einsatz gefahren worden. Glücklicherweise blieb es dabei beim Mülleimerbrand am Bahnhof, bei dem nichts Größeres passiert ist.

Die Einweihung eines neuen Feuerwehrhauses sei jedes Mal ein großes Ereignis, sagte Bürgermeister Gerhard Häuser in seiner Begrüßungsrede. Der Andrang gab ihm recht. Neben den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Ulrich Goll, Willi Halder und Siegfried Lorek mischten sich auch Landrat Dr. Richard Sigel, die Waiblinger Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr, Bürgermeisterkollege Maximilian Friedrich aus Berglen sowie zahlreiche Kommandanten benachbarter Wehren, darunter Bezirksbrandmeister Frieder Lieb, Kreisbrandmeister René Wauro, dessen Amtsvorgänger Andreas Schmidt oder Georg Spinner als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes in die mit rund 400 Besuchern voll besetzte Fahrzeughalle. Diese wurde eigens für diesen Tag festlich geschmückt.

Dass der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr die Feier musikalisch gestaltete, erfüllte Bürgermeister Gerhard Häuser mit besonderem Stolz, denn "längst gibt es einen solchen nicht mehr in allen Kommunen". Ausdrücklich dankte der Rathauschef sowohl den Partnerinnen und Partnern der Wehrleute, ohne die vieles nicht möglich wäre. Dem Förderverein der Sportfreunde dankte er schließlich für eine reibungslose Bewirtung der vielen Gäste.
In seiner Rede erinnerte der Rathauschef daran, dass das Löschen von Bränden nur noch einen Teil der Feuerwehrarbeit ausmache. "Als Antwort auf die Technisierung in vielen Lebensbereichen müssen die Wehren heute ein großes und vielschichtiges Einsatzspektrum abdecken. Unfälle, Wetterkatastrophen und Notstände aller Art gehören zum Einsatzgebiet der Floriansjünger. "Und auch der Umweltschutz nimmt weiter an Bedeutung zu", so Häuser. Zusammen mit der Feuerwehr trage die Gemeinde die Verantwortung, für all diese Aufgaben das richtige Gerät anzuschaffen, im Feuerwehrhaus parat zu halten und es fachgerecht zu warten.

Dass das bisherige Feuerwehrhaus an der Bismarckstraße dafür deutlich zu klein geworden war, daran ließ Häuser keinen Zweifel. In enger Abstimmung mit der Feuerwehr habe sich der Gemeinderat im Jahr 2015 für den Standort im Industriegebiet-Süd entschieden, nicht zuletzt, weil die benötigten Grundstücke hier bereits im Besitz der Gemeinde waren.
Mit seinen 6,7 Millionen Euro, "ist der Neubau des Feuerwehrhauses das größte kommunale Bauvorhaben in der bisherigen Geschichte der Gemeinde", berichtete Häuser. Geld, das gut investiert sei, weil es in die unmittelbare Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger geflossen sei. Dafür bedankte er sich bei den amtierenden als auch bei den ehemaligen Gemeinderäten, von denen viele gekommen sind, um ihre damaligen Entscheidungen nun in Beton geformt zu sehen. Häuser dankte den Vertretern des Landkreises, allen voran René Wauro, der sich für eine Fachförderung von 275.00 Euro stark gemacht hat. Zugleich flossen aus dem Ausgleichsstock für finanzschwache Kommunen weitere 300.000 Euro. 

Dass auch in neuen Gebäude die seit Jahren gewachsene und sehr gute Kooperation von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz unter einem Dach fortgeführt werden kann, sei besonders erfreulich. In diesem Zusammenhang erwähnte der Bürgermeister auch Fritz Haag, dessen Einsatz die Gründung eines eigenen DRK-Ortsvereines überhaupt erst ermöglicht habe. Als Leiter der Alterswehr verkörpere er die gute Zusammenarbeit der beiden Institutionen wie kein zweiter.
Dass das Geld für das neue Feuerwehrhaus nachhaltig angelegt ist, zeigte sich am Sonntag beeindruckend an den vielen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die sich zusammen mit den Aktiven aufgereiht haben, um das neue Gebäude würdig einzuweihen. Als "Traumhaus" bezeichnete Landrat Dr. Richard Sigel das Gebäude in seinem Grußwort. In seiner Funktion als Präsident des Kreisverbandes des Roten Kreuzes freue er sich darüber, beide Institutionen in bewährter Weise wieder unter einem Dach vorzufinden.

Architekt Rainer Streule vom Stuttgarter Büro "3 Architekten" erinnerte an den Weg von den ersten Besprechungen bis zur Fertigstellung des Hauses. Dieses sei zwar auch aus Architektensicht gut gelungen, bei einem Bau dieser Größenordnung bliebe es gleichwohl nicht aus, dass noch kleinere Nachbesserungen getätigt werden müssten. Auf einen solchen Blick in die Feinheiten des Projekts verzichtete Kommandant Stefan Rauleder in seinen Grußworten. Es freue ihn, Kommandant einer so zukunftsfähigen Wehr zu sein. "Das Geld in das neue Haus ist gut angelegt", versicherte er den Zuhörern.
Im Anschluss an die Grußworte sprach der evangelische Pfarrer Gerhard Forster ein Gebet für das Haus und seine Nutzer, die katholische Pastoralreferentin Maria Lerke segnete es daraufhin. Am Nachmittag nutzten dann viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich das Gebäude von innen anzuschauen und von den Kameradinnen und Kameraden dessen Funktionsweise erklären zu lassen.

Das Band ist durchschnitten - an den Scheren: v.l. Pastoralreferentin Maria Lerke, Architekt Rainer Streule, Staatssekretär Wilfrid Klenk, Bürgermeister Gerhard Häuser, Feuerwehrkommandant Stefan Rauleder, Landrat Dr. Richard Sigel und Pfarrer Gerhard Forster
Das Band ist durchschnitten - an den Scheren: v.l. Pastoralreferentin Maria Lerke, Architekt Rainer Streule, Staatssekretär Wilfrid Klenk, Bürgermeister Gerhard Häuser, Feuerwehrkommandant Stefan Rauleder, Landrat Dr. Richard Sigel und Pfarrer Gerhard Forster
Viele Gäste besuchten die Einweihungsfeier
Viele Gäste besuchten die Einweihungsfeier

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