Gemeinde Schwaikheim

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Haus Elim verlagert Zentralverwaltung

Das Pflegeheim Haus Elim erweitert aktuell nicht nur in der Schulstraße sein Bestandsgebäude, auch laufen bereits die Planungen auf Hochtouren, die zentrale Verwaltung aller Häuser mit ihren derzeit 500 Mitarbeitern nach Schwaikheim zu verlegen. Das wurde beim Pressegespräch kürzlich im Rathaus deutlich hervorgehoben. Man sei auf der Suche nach einem Grundstück gewesen, von wo aus man mit neuen Büros, einer Wäscherei nach modernsten Standards, weiteren Plätzen für die Tagespflege und einer Betriebsleiter- beziehungsweise Hausmeisterwohnung gleich mehreren notwendigen Bedarfen gerecht werden könne, berichtete Geschäftsführerin Yvette Umbach. Fündig geworden ist das Pflegeheim Haus Elim dabei in den Schwaikheimer Klingwiesen. Der Kaufvertrag ist im Dezember 2020 unterzeichnet worden. Voraussichtlich soll der dreigeschossige Neubau auf dem 3102 Quadratmeter großen Grundstück im Sommer 2023 fertiggestellt sein. Rund 605.000 Euro hat der Verkauf ins Gemeindesäckel gespült.

Für Bürgermeister Gerhard Häuser schließt sich mit dieser Entscheidung des Hauses Elim der Kreis. Als "wegweisend" bezeichnete er die Entscheidung, vor rund einem Vierteljahrhundert in Kooperation mit der LEG eine betreute Seniorenwohnanlage in der Ortsmitte zu errichten. "Bis dahin war es üblich, Seniorenheime auf der grünen Wiese zu bauen." Eine weiteres Novum sei es damals gewesen, in das Seniorenheim einen zweigruppigen Kindergarten zu integrieren. "Die Kritiker von einst sind heute alle verstummt", so Häuser, der diesen Schritt längt als "Erfolgsmodell" bezeichnet. Ein Jahr später, im Jahr 1996, zog die kommunal betriebene Sozialstation mit ihrer Tagespflege in die unmittelbare Nachbarschaft der Seniorenwohnanlage, bevor schließlich 2001 der Bau des Pflegeheims Haus Elim den Gebäudekomplex bereicherte. Seit 2009 hat das Haus Elim die Betriebsträgerschaft auch für die kommunale Tagespflege übernommen. Bis im Oktober 2020 die Bagger für die aktuelle Erweiterung des Hauses Elim anrollten, galt der Bau einer weiteren betreuten Wohnanlage in privater Trägerschaft im Jahr 2008 als vorläufiger Schlusspunkt der Seniorenunterstützung in der Ortsmitte. "Auch bei diesem Heim der FWG Hausbau Dossenheim in der Brunnenstraße ist die Gemeinde als Vermittlerin aufgetreten", betont Bürgermeister Häuser.

Und nun also der angedachte Neubau in den Klingwiesen. "Von hier aus sollen künftig die Geschicke der sieben Pflegeheime und vier Tagespflegeeinrichtungen an den Standorten in Leutenbach, Weiler zum Stein, Nellmersbach, Erbstetten, Burgstall, Winnenden, Auenwald und Bittenfeld gelenkt werden", so Häuser. Der damit das Wort an Yvette Umbach übergab, die Details zu dem Vorhaben zu dem Pressegespräch mitgebracht hatte.
"Mit diesem Schritt verlagern wir den Hauptsitz des Pflegeheims Haus Elim von Leutenbach nach Schwaikheim", so Umbach. Am bisherigen Hauptstandort platze man inzwischen aus allen Nähten. Die neu organisierte Leitungsstruktur sei dort nicht mehr darstellbar. Sprich, die zentrale Unternehmensführung, die technische Leitung, die Lohnbuchhaltung, die allgemeine Buchhaltung sowie flexible Plätze für die Stabsstellen werden künftig von den Klingwiesen ausgesteuert. Für den Neubau wird derzeit mit Kosten von 6,5 Millionen Euro gerechnet. Die Verwaltung der einzelnen Häuser bleibe aber vor Ort, versichert Umbach.
Von Schwaikheim aus soll künftig auch die Wäsche "schrankfertig" zu den jeweiligen Einrichtungen gebracht werden. Derzeit werden wöchentlich 2,5 Tonnen Wäsche frisch aufbereitet. Allein die geplante Wäscherei in Schwaikheim, die auf 5 Tonnen ausgelegt ist, zeigt, wohin sich der Bedarf entwickelt. In der neuen Wäscherei können zudem integrative Arbeitsplätze geschaffen werden.

Erweitert werden soll im Zusammenhang mit dem Neubau auch die Tagespflege, die ebenfalls in die Klingwiesen umziehen wird. Die Anzahl der Plätze, aktuell 17, wird sich dann voraussichtlich fast verdoppeln. "Wir gehen aktuell von zwei Mal 15 Plätzen aus." Diese Entscheidung eröffnet auch der Gemeinde Schwaikheim neue Möglichkeiten. "Dadurch entsteht dringend benötigter Raum für unsere Sozialstation, um die kommunale ambulante Pflege auszubauen", sagt Bürgermeister Gerhard Häuser. 
Vorteile erfahren aber auch die Gäste der Tagespflegen selbst. Denn eine zentralisierte Fahrdienstkoordination - rund 80 Prozent der Besucher nutzen den Fahrdienst - erleichtert die Tourenplanung und verkürzt die Fahrzeiten. 
Geplant ist in diesem Zusammenhang auch der Ausbau des Fuhrparks auf E-Mobilität. So sollen die Tagespflegebusse künftig von E-Motoren angetrieben werden. Wie der Umweltschutz überhaupt im Haus Elim groß geschrieben wird. Das neue Gebäude soll nicht nur eine Photovoltaikanlage bekommen mit Stromspeichern, um den Eigenstromverbrauch zu erhöhen, auch sollen zwei Blockheizkraftwerke den hohen Warmwasser- und Strombedarf in der Waschküche sicherstellen.

Jedes Haus hat seinen eigenen Slogan. In Schwaikheim lautet er "Im Herzen des Ortes". Yvette Umbach betont, dass dieser Satz nicht nur geografisch stimmt. Auch in den Herzen der Bürgerinnen und Bürger habe man einen festen Platz eingenommen, die Unterstützung der Bevölkerung sei vielfältig und überwältigend. All das verspricht eine gute gemeinsame Zukunft, wenn die zentrale Verwaltung 2023 in Schwaikheim angekommen sein wird.

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