Gemeinde Schwaikheim

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Blumen als Dank für ihren Einsatz

Am Anfang der Corona-Krise waren sie in aller Munde: die Heldinnen und Helden des Alltags. Männer und Frauen in systemrelevanten Berufen, die plötzlich im Fokus standen als es für alle anderen hieß "bitte zu Hause bleiben". Die Gemeindeverwaltung Schwaikheim hat ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Notbetreuung, im Schulbetrieb aber auch in der Sozialstation und der Pflege im Haus Elim nicht vergessen. Am Dienstag hat sich Bürgermeister Gerhard Häuser mit einem Meer von Blumen erkenntlich gezeigt. "Vielen Dank für Ihren Einsatz", sagt er zu den Vertreterinnen der jeweiligen Einrichtungen, die sich auf dem Schulhof eingefunden haben. Der Gemeindevollzugsdienst hat nach der Übergabe die 73 Margaritentöpfe an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt, die seit Wochen unermüdlich zum Wohle aller im Einsatz sind.

Aus Sicht der Verwaltung habe die Gemeinde die Krise bis jetzt gut gemeistert, so Bürgermeister Gerhard Häuser. Er will aber auch von denjenigen an vorderster Stelle wissen, wie sie diese herausfordernde Zeit wahrgenommen haben. Glücklicherweise keine Krankheitsfälle, verzeichnet das Personal im Pflegeheim Haus Elim. "Nach negativem Test ist uns allen ein Stein vom Herzen gefallen", sagt Christa Heck. Auch in den Kindertagesstätten läuft es weitgehend gut. Von "motivierten Mitarbeitern" berichtet etwa Katja Schleweis. Die Technik habe zudem weiter Einzug gehalten. So erhalten die Jüngsten in der Krippe, die den Shutdown ja noch am allerwenigsten verstehen, Videobotschaften ihrer Betreuerinnen, aufgenommen in den Räumen der Einrichtung. "So bleibt der Kontakt bestehen", erklärt Schleweis. Kollegin Susan Jungwirth ist mit ihrem Team bislang auch gut durch die Krise gekommen. Jedoch macht sie auf ein weiteres Problem aufmerksam: "Einige Kolleginnen sind altersmäßig der Risikogruppe zuzurechnen." Entsprechend müssen die Einrichtungsleitungen aufgrund fehlendem Personal mit den Dienstplänen ganz schön Klimmzüge anstellen. Nicht viel anders erlebt Schulleiterin Heike Hömseder die Situation. Sie erzählt von Lehrern, die oft bis spät am Abend und in die Nacht hinein Materialien für die Schüler zusammenstellen und teils selbst ins Auto hocken, um diese auszufahren. "Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind derzeit oft deutlich länger im Dienst als zu normalen Unterrichtszeiten", lobt sie den motivierten Einsatz.

Einzig Rosemarie Speckens von der Sozialstation Schwaikheim hat keine so guten Nachrichten. "Wir hatten weniger Glück", sagt sie, bewundernswerterweise noch immer lächelnd. Denn nach zwei Vorfällen, einmal sind die Kolleginnen und Kollegen mit einem erkrankten Patienten in Kontakt gekommen, einmal ist eine Mitarbeitern selbst erkrankt, ist ihr Team bis auf eine Kollegin, die keinen Kontakt hatte, wie berichtet in Quarantäne gesteckt worden. Weitere Krankheitsfälle gab es glücklicherweise nicht und vergangene Woche konnte der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

Jedoch, und da stimmen alle Beteiligten mit ein: Der Shutdown, also das Herunterfahren des öffentlichen Lebens auf Null, war die leichtere Aufgabe. Das langsame Wieder-Hochfahren jetzt ist eine ganz andere Herausforderung. "Es gibt nun viel mehr Diskussionsbedarf, in allen Bereichen ist viel Fingerspitzengefühl gefordert", sagt Bürgermeister Gerhard Häuser. Dass er sich dabei auf die Helferinnen und Helfer an vorderster Stelle verlassen kann, das hat sich bei der Überreichung der Blumen deutlich gezeigt.

Tatjana Koch, Rosemarie Speckens, Heike Hömseder, Susan Jungwirth, Christa Heck, Bürgermeister Gerhard Häuser und Katja Schleweis (v.l.)
Tatjana Koch, Rosemarie Speckens, Heike Hömseder, Susan Jungwirth, Christa Heck, Bürgermeister Gerhard Häuser und Katja Schleweis (v.l.)

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